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Abschied L’action se déroule dans les années 50. Le narrateur, âgé de 13 ans, est fils de pasteur. Il vient d’apprendre qu’il ne fait pas partie des rares élèves autorisés à poursuivre leur études à la « Oberschule » (lycée en RDA). An dem Tag, an dem ich mich von
Abschied L’action se déroule dans les années 50. Le narrateur, âgé de 13 ans, est fils de pasteur. Il vient d’apprendre qu’il ne fait pas partie des rares élèves autorisés à poursuivre leur études à la « Oberschule » (lycée en RDA). An dem Tag, an dem ich mich von Tante Magdalena verabschieden musste, traf ich Lucie vor dem Tor in der Molkengasse. Sie hatte mich gesehen und war stehen geblieben, um auf mich zu warten. Sie trug ein dunkles Samtkleid, ihr Haar war mit einer schwarzen Schleife zusammengebunden, in der Hand hielt sie eine Rose. Anscheinend ging sie zur Frühmesse. Sie sah so schön aus, dass ich kein Wort herausbarchte. Ich lächelte verlegen. „Was machst du denn hier?“, fragte sie. „Ich muss jemanden besuchen. Meine Tante“, sagte ich. „Ja, ich fahre weg.“ Ich hätte ihr beinahe erzählt, dass ich mich bei der Tante verabschieden müsse, weil ich die Stadt verlasse und für immer nach Westberlin siehe, aber dann erinnerte ich mich noch rechtzeitig daran, wie sie mich bei Fräulein Kaczmarek verraten1 hatte. „Ich wollte dir noch sagen, dass ich das mit der Oberschule gemein2 finde“, sagte Lucie, als habe sie etwas von meinen Gedanken erraten, „du hast viel bessere Zensuren als Bernd.“ „Wenn es geklappt3 hätte, wären wir jeden Tag zusammen mit der Bahn gefahren. Schade, aber das ist Schicksal4.“ „Und was machst du? Hast du eine Lehrstelle5?“ Ich schüttelte den Kopf. „Gehst du auch nach Westberlin? Wie dein Bruder?“ „Wie kommst du denn darauf?“ Ich spürte, dass ich rot wurde, aber ich konnte ihr nicht sagen, dass ich ebendas vorhatte, und zwar in genau einer Stunde. „Ich dachte nur. Ich würde es verstehen, Daniel.“ „Du?“ „Ja. Na, ich muss jetz gehen. Ich hoffe, man sieht sich gelegentlich.“ „Das hoffe ich auch, Lucie.“ Ich reichte ihr plötzlich die Hand. Sie war überrascht, weil wir uns noch nie die Hand gegeben gatten, aber dann nahm sie das Buch und die Blume in ihre Linke, und wir verabschiedeten uns förmlich und etwas verlegen. Sie lief in ihre Kriche, und ich sah ihr nach, bis sie verschwunden war. Als ich die Treppe hochrannte, war ich so vergnügt, dass ich laut vor mich hin sang. Tante Magdalena wohnte über der Bäckerei Theuring in der Mühlenstraße, wo wir unser Brot kauften und die Brötchen und manchmal auch Kuchen. [...] An diesem Tag öffnete mir Tante Magdalena im Morgenmantel die Tür. Auf dem Küchentisch stand