Aperçu du sujet
Das Mädchen aus dem Heim1 Die Erzählerin ist 13 Jahre alt und lebt in einem Heim1. Sie kommt an diesem Tag in eine neue Schule. Der Direktor bringt sie in ihre Klasse. „Hier habt ihr ein neues Mädchen, sie kommt aus dem Heim, also passt auf, Jungen." Die Jungen wurden
Das Mädchen aus dem Heim1 Die Erzählerin ist 13 Jahre alt und lebt in einem Heim1. Sie kommt an diesem Tag in eine neue Schule. Der Direktor bringt sie in ihre Klasse. „Hier habt ihr ein neues Mädchen, sie kommt aus dem Heim, also passt auf, Jungen." Die Jungen wurden laut und die Mädchen sahen mich mitleidig an. Mir wurde ein Platz zugewiesen. Die Schüler saßen in einer Hufeisenform im 5 Klassenzimmer und ich hatte einen Tisch hinter dem Hufeisen2, natürlich für mich alleine. Ich setzte mich hin, legte meine Arme auf die Tischplatte, packte meinen Kopf darauf und schlief gleich ein. Irgendwann wachte ich auf und war erstaunt, aber ich saß tatsächlich in einem Klassenzimmer: Vorne kritzelte ein Lehrer, der vorher noch nicht da war, Formeln auf die Tafel. Ich schaute mich im 10 Klassenzimmer um und sah eine Uhr. Wir hatten halb elf, also hatte ich eine Pause durchgeschlafen. Dafür fühlte ich mich jetzt richtig gut. Ich wollte mich gerade für das Gekritzel auf der Tafel interessieren, als ein Junge plötzlich meinte: „Ey, guckt mal, das Assiheimkind3 ist aufgewacht.” Die anderen lachten. Ich stand auf, ging zu dem Jungen und knallte ihm mit der flachen Hand eine4, 15 direkt aufs Ohr. In der Klasse war Totenstille, ich setzte mich wieder auf meinen Platz und irgendwann machte der Lehrer mit seinem Unterricht weiter. Ich versuchte, mich auf den Unterricht zu konzentrieren, und merkte, dass ich das alles schon kannte. Die anderen starrten mich die ganze Zeit an. Endlich klingelte die Pausenglocke. 20 Vor meiner Klassentür stand schon der Direx5. „Warum hast du den Jungen eben geschlagen?” „Er hat mich beleidigt6.” "Du hast ihn geschlagen, weil er dich beleidigt hat?! Der Junge kann auf dem Ohr nichts mehr hören und du sagst nur, dass er dich beleidigt hat. Das ist… 25 das darf doch nicht wahr sein! Geh und komm nicht wieder. Geh zu deinen Kumpels7 ins Heim. Ihr seid nichts und aus euch wird nichts8." (...) Ich beendete leider meine kurze Schulkarriere und verließ die Schule. Ich ging zum Marktplatz, wo ich mit einem großen Hallo begrüßt wurde. Ich erzählte kurz, was passiert war, und die anderen lachten sich krank. 30 „Was macht ihr überhaupt hier?”, fragte ich. „Wir wollen einen Ausflug in die nächstgrößere Stadt machen und klauen9 gehen”, sagte Alex. Wir stiegen in den Bus und fuhren los. In der Stadt teilten wir uns in zwei Gruppen