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17AL1TEMLR3 Hitler-Attentäter1 Georg Elser Ein einsamer Held Sonderbriefmarke Am 8. November 1939 verübte Georg Elser ein Attentat gegen Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller. Leider scheiterte2 es. In seiner Heimatstadt Königsbronn war man lange nach dem Krieg nicht stolz darauf. Adolf Hitler hielt seine traditionelle Rede am 8. November 1939 im
17AL1TEMLR3 Hitler-Attentäter1 Georg Elser Ein einsamer Held Sonderbriefmarke Am 8. November 1939 verübte Georg Elser ein Attentat gegen Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller. Leider scheiterte2 es. In seiner Heimatstadt Königsbronn war man lange nach dem Krieg nicht stolz darauf. Adolf Hitler hielt seine traditionelle Rede am 8. November 1939 im Münchner 5 Bürgerbräukeller. Er beendete sie aber früher als geplant. Am nächsten Tag musste er nämlich in Berlin sein. Er hatte also den Saal im Bürgerbräukeller seit dreizehn Minuten verlassen, als die Bombe explodierte. Georg Elser aus einem schwäbischen Dorf war der Hitler-Attentäter. Er war ein einsamer Held: Er plante sehr früh sein Attentat gegen Hitler und verfolgte seinen Plan sehr konsequent, um den Krieg zu verhindern3. Er 10 hatte keine Helfer, keine Auftraggeber. Er engagierte sich aus moralischen Gründen gegen Hitler. „Ein einfacher Mann aus dem Volk kann kein Alleintäter sein“, meinten aber die Nationalsozialisten. Georg Elser wurde in München und in Berlin tagelang verhört4. Die Gestapo-Beamten misshandelten und folterten5 ihn: Sie wollten wissen, wer seine 15 Komplizen waren. Er sagte immer wieder, dass er alleine gehandelt hatte. Schließlich verschwand der Hitler-Attentäter Georg Elser in Konzentrationslager: zuerst in Sachsenhausen bei Berlin, dann in Dachau. Bis zum Endsieg sollte er für einen Prozess am Leben bleiben. Am 9. April 1945, wenige Wochen vor der Kapitulation, kam ein Mordbefehl6 aus Berlin nach Dachau: Zwanzig Tage vor der Befreiung durch 20 amerikanische Soldaten wurde Georg Elser im Konzentrationslager Dachau erschossen. Seit dem Attentat sprach niemand in Königsbronn über Georg Elser. Im Nachkriegsdeutschland wollten sich die meisten Deutschen nicht mit der Geschichte des Dritten Reichs auseinandersetzen7 . Sie hatten auch keine Lust, über die 25 Menschen zu reden, die den Mut zum Widerstand hatten. Manfred Maier gründete im April 1988 mit 30 anderen Menschen den Georg-Elser- 1 der Attentäter : l’auteur de l’attentat 2 scheitern : échouer 3 verhindern : empêcher 4 verhört werden : être interrogé 5 foltern : torturer 6 der Befehl: l’ordre 7 sich (mit etwas) auseinandersetzen: se confronter (à qch) 1/4 17AL1TEMLR3 Arbeitskreis. Es waren Geschichts-Amateure, die in ihrer Freizeit zusammen arbeiteten. Denn sie wollten Kontakte knüpfen, Veranstaltungen organisieren, Geld sammeln und über Georg Elser Informationen suchen. Dank des Georg-Elser- 30 Arbeitskreises gibt es nun in Königsbronn eine Gedenkstätte8 . Seit 1998 kommen jedes Jahr über 2000 Besucher zu dieser Gedenkstätte: Drei helle Räume mit vielen Fotos, mit den Verhörprotokollen, mit den einzigen schriftlichen Zeugnissen, die es von Georg