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Sujet 1 Thématique: « Formes et fondements des liens sociaux dans l’espace germanophone » Axe : « Les liens sociaux entre fragilisation et mutation » Partie 1: Synthèse du dossier (16 points) Fassen Sie das vorliegende Dossier zusammen (ca. 500 Wörter), indem Sie insbesondere auf folgende Punkte eingehen. Stellen
Sujet 1 Thématique: « Formes et fondements des liens sociaux dans l’espace germanophone » Axe : « Les liens sociaux entre fragilisation et mutation » Partie 1: Synthèse du dossier (16 points) Fassen Sie das vorliegende Dossier zusammen (ca. 500 Wörter), indem Sie insbesondere auf folgende Punkte eingehen. Stellen Sie die Texte und das Bild vor und erläutern Sie den thematischen und zeitlichen Hintergrund. Untersuchen Sie, wie Henning im Text von Juli Zeh (Text A) seine Vaterrolle erlebt und mit welchen literarischen Mitteln die Autorin seine Situation schildert. Zeigen Sie, inwiefern Gesellschaft- und Familienmodelle die eigenen Entscheidungen beeinflussen können. Argumentieren Sie anhand konkreter Beispiele (Literatur, Film, persönliche Erfahrung, usw.). Partie 2: Transposition en français (4 points) En prenant appui sur le document C, expliquez le concept de „Opting-out Mutter“ à une Française ou un Français qui ne connaît pas la société allemande actuelle. 22-LLCERALLR1 Page 2/10 Document A Henning, ein moderner überforderter Familienvater, macht mit seiner Familie Urlaub. Am Neujahrsmorgen fährt er mit dem Rad los. Er will einen steilen Berg bezwingen. Das letzte Jahr hat es nicht gut mit ihm gemeint. Obwohl alles einigermaßen glattlief, keine schweren Krankheiten, keine Todesfälle, lebte Henning im ständigen Gefühl, es stünde eine Katastrophe bevor. […] Er und Theresa arbeiten halbtags. Sie teilen sich Kinder und Beruf. Das ist ihnen wichtig. 5 Sie haben einiges auf sich genommen, um ihr Modell bei den Arbeitgebern durchzusetzen, wobei sich Theresas Steuerbüro sogar kooperativer zeigte als der leicht linkslastige1 Sachbuchverlag, in dem Henning arbeitet. Der Verleger ging so weit, ihm indirekt mit Kündigung zu drohen, und lenkte erst ein, als Henning versprach, Arbeit mit nach Hause zu nehmen. „Ganztags arbeiten, halbtags verdienen“, nennt Theresa das. Immerhin kann 10 Henning auf diese Weise voll mitmachen bei der Alltagsorganisation. „Einteilung“ lautet das Zauberwort. Oft sitzt er in den frühen Morgenstunden oder spätnachts über den Manuskripten und leidet trotzdem unter dem Gefühl, die Bücher nicht mehr so intensiv betreuen zu können wie früher. Glücklicherweise hat sich noch keiner der Autoren beschwert. 15 Hauptsache, sie machen es nicht wie ihre Eltern. Hennings Mutter hat sich als Alleinerziehende bis auf die Knochen abgearbeitet. Auch Theresas Mutter war für die Kinder allein zuständig, während ihr Mann arbeiten ging. Für Henning und Theresa stand von Anfang an fest, dass sie etwas anderes wollen. Etwas Zeitgemäßes. Fifty-fifty statt 24/7. Kurz nach Jonas’ Geburt ließ der Vermieter ihrer Vierzimmerwohnung in Göttingen das 20