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SUJET 1 Thématique : Formes et fondements des liens sociaux dans l’espace germanophone Axe d’étude : Construction et organisation des liens sociaux Partie 1 : Synthèse du dossier (16 points) Fassen Sie den Inhalt des vorliegenden Dossiers zusammen, indem Sie insbesondere auf folgende Punkte eingehen (ca. 500 Wörter). • Geben
SUJET 1 Thématique : Formes et fondements des liens sociaux dans l’espace germanophone Axe d’étude : Construction et organisation des liens sociaux Partie 1 : Synthèse du dossier (16 points) Fassen Sie den Inhalt des vorliegenden Dossiers zusammen, indem Sie insbesondere auf folgende Punkte eingehen (ca. 500 Wörter). • Geben Sie den thematischen und zeitlichen Hintergrund dieses Dossiers wieder. • Analysieren Sie die Situation und die Gefühle der Lesenden in den drei Arbeitsvorlagen. • Diskutieren Sie, inwieweit Lesen heute noch das Leben bereichern kann. Argumentieren Sie mit Hilfe des Dossiers und Ihrer Kenntnisse und Erfahrungen. Partie 2 : Traduction en français (4 points) Wie hätte ich wohl mein langes Leben gemeistert, ohne Bücher zu lesen. Es ist mir unvorstellbar, und ich verweigere sogar, es mir vorzustellen. Mit Erstaunen, ja leisem Entsetzen, betrachte ich Menschen, die anscheinend ohne Bücher durchs Leben kommen. […] Meine frühe Kindheit war dem Kriegsgeschehen ausgeliefert, aber ich ging gleich danach, ab dem Jahr 1946 zur Schule. […] Ich liebte es, zur Schule zu gehen. Dass es nach den traumatisierenden Schrecknissen des Krieges so etwas wie die Schule für mich gab, erlebte ich als Wunder. 2/9 25-LLCERALME1 Dokument A Wie hätte ich wohl mein langes Leben gemeistert, ohne Bücher zu lesen. Es ist mir unvorstellbar, und ich verweigere sogar, es mir vorzustellen. Mit Erstaunen, ja leisem Entsetzen, betrachte ich Menschen, die anscheinend ohne Bücher durchs Leben kommen. […] 5 Meine frühe Kindheit war dem Kriegsgeschehen ausgeliefert, aber ich ging gleich danach, ab dem Jahr 1946 zur Schule. Von der Wiener Wohnung meiner Tante Minnie aus, bei der wir in der Nachkriegszeit in zwei winzigen Zimmerchen Zuflucht gefunden hatten, rannte ich den ganzen langen Weg dorthin, um ja früh genug vor dem großen Schultor anzukommen. Erleichtert ausatmend erwartete ich dann den Beginn des 10 Unterrichts – und ich kostete diese Erwartung aus! Ich liebte es, zur Schule zu gehen. Dass es nach den traumatisierenden Schrecknissen des Krieges so etwas wie die Schule für mich gab, erlebte ich als Wunder. Und hatte zudem gleich zu Beginn das Glück, den Segen einer sanften und verständigen Lehrerin. Ich erlernte also die Buchstaben. Lernte zu schreiben. Und 15 lernte zu lesen! Vielleicht waren es gerade die kindlichen Kriegserlebnisse, die eigene und im Menschenumfeld fühlbare Angst, alles und alle bedroht von Bombardierung, Zerstörung, Flucht und Elend – vielleicht erwirkte das meine besondere Beglückung, als ich erfuhr, dass man aus Büchern Geschichten herauslesen kann.